Hinweise

Literaturtipps

Michael Jakobs: Mit der Solex zur Gibber-Kerb - Kultautor Kolumnist Harald Martenstein über seinen ersten Zeitungsartikel und seine Vaterstadt Mainz, Interview, Allgemeine Zeitung Mainz vom 10.3.2010

Christopher Scholz: Autor schlägt Kardinal - Lesung Harald Martenstein zieht mehr Besucher in die Stadtbibliothek als Karl Lehmann, in: Allgemeine Zeitung Mainz vom 12.3.2010

 

Lesung Harald Martenstein

Martenstein - der Kult-Kolumnist des ZEITmagazins liest und diskutiert
am Mittwoch, 10. März 2010, 18.30 Uhr


im Lesesaal der Wissenschaftlichen Stadtbibliothek Mainz, Rheinallee 3B.


Ankündigung
Harald Martenstein, geboren 1953 in Mainz, ist Journalist und Autor und lebt in Berlin. Nach dem Abitur am Rabanus-Maurus-Gymnasium begann er als Lokalreporter beim Wiesbadener Tagblatt. Seit 1990 schreibt er für GEO, heute ist er Redakteur beim Berliner Tagesspiegel und verfasst seit vielen Jahren seine wöchentlichen Kolumnen für DIE ZEIT, zunächst unter dem Titel „Lebenszeichen“, seit 2007 unter „Harald Martenstein“. Als Reporter erhielt Martenstein 2004 den Egon-Erwin-Kisch-Preis und als Kolumnist 2008 den Henri-Nannen-Preis. In überarbeiteter Form wurden zahlreiche seiner satirischen Causerien in Sammelbänden veröffentlicht. Außer diesen Kolumnenbänden, u. a. „Männer sind wie Pfirsiche. Subjektive Betrachtungen über den Mann von heute“ und zuletzt „Der Titel ist die halbe Miete. Mehrere Versuche über die Welt von heute“, veröffentlichte er 2007 seinen ersten Roman „Heimweg“, dessen Handlungsort überwiegend das Mainz der Nachkriegszeit und der frühen Bundesrepublik ist. „Heimweg ist eines der interessantesten literarischen Debüts dieses Jahres“ schrieb dazu Andreas Kilb in der F.A.Z. Der Roman wurde mit dem CORINE-Debütpreis ausgezeichnet.

Als Kenner unserer Region bietet Harald Martenstein ein auf Mainz zugeschnittenes Programm und liest aus seinem Roman und den Kolumnenbänden. Ein Autor mit spitzer Feder und Witz, der Alltagsphänomene informativ und unterhaltsam auf den Punkt bringt.

Martenstein-Bücher können an diesem Abend an einem Büchertisch der Gutenberg-Buchhandlung Dr. Kohl erworben werden. Der Autor wird sie auf Wunsch signieren.

Presseecho

Im Vorfeld: ein Interview

Am Tag der Lesung, dem 10.3.2010,  erschien in der Allgemeinen Zeitung ein Interview mit Martenstein "Mit der Solex zur Gibber-Kerb". Martenstein besucht Mainz regelmäßig, weil seine Mutter in Wiesbaden wohnt. 2009 war er auf Einladung der Ranzengarde an Fastnacht in Mainz. Er nimmt die Stadt jetzt als "wohlhabend aussehende Stadt" wahr. "Mainz hat die fetten Jahre genutzt", weil es heute nicht mehr als "wenig aufgebautere Schwester von Wiesbaden" erscheint.  Der RaMa-Schüler hatte gute und sehr gute Noten in Deutsch, den Sprachen und Geschichte. Martensteins erste journalistische Arbeit war ein Bericht über die Gibber Kerb. Sein erster Roman "Heimweg", der im Nachkriegs-Mainz spielt, verwendet Kindheitserinnerung und "Elemente der Familienmythologie" für eine erfundene Geschichte. Sein zweiter Roman spielt in Berlin, soll aber wenigstens ein Mainz-Kapitel enthalten.

Der Bericht nach der Veranstaltung

"So wie John Lennon einst verkündete, die Beatles seien nunmehr populärer als Jesus, so kann man nun wohl sagen: Harald Martenstein, immerhin ein Sohn dieser Stadt, hat Kardinal Lehmann übertrumpft. Zumindest in der Stadtbibliothek. Denn so voll war der Lesesaal noch nie, auch beim Besuch des Bischofs nicht. Wem die Gnade zuteil wird, dem "Zeit"-Kolumnisten, Tagesspiegel-Redaktuer und Romancier zu lauschen, der ignoriert freiwillig, dass nur die Bücher in den Ragalen noch enger stehen."

Christopher Scholz berichtete in der Allgemeinen Zeitung vom 12.3.2010 über die Lesung im Lesesaal der Stadtbibliothek, die neue Maßstäbe setzte; denn die Sitz- und Stehplätze im Raum reichten nicht aus, auch die auf der Galerie nicht, sodass einige Gäste auf dem Gang vor dem Lesesaal in diesen hineinlauschen mussten. Aber niemand dürfte sein Kommen bereut haben.